November 2028: Wahltag, Winterzeit, fünf Mittwoche
Depesche aus dem November 2028, verfasst am Mittwoch, dem 8. November. Gestern wurde in den Vereinigten Staaten die Präsidentschaft neu gewählt, dazu das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; gezählt wird noch. Ein anderer Kalender hat längst begonnen: Nach Bundesrecht treten die Wahlleute am ersten Dienstag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember zusammen, in diesem Jahr am Dienstag, dem 19. Dezember. Der November selbst begann an einem Mittwoch und bringt 30 Tage. Die Uhren des Landes stehen seit Sonntag, dem 5. November, auf Winterzeit. Die Abende sind dunkel, die Serien liegen mittig.
Viel Mitte, wenig Rand
Der November 2028 zählt 30 Tage. Er beginnt an einem Mittwoch, dem 1. November. Er endet an einem Donnerstag, dem 30. Es sind 22 Werktage, 8 Wochenendtage; die Kalenderwochen 44 bis 48 fassen ihn.
Fünf Mittwoche stehen im Raster, am 1., 8., 15., 22. und 29. Die fünf Donnerstage fallen auf den 2., 9., 16., 23. und 30.
Alle übrigen Wochentage kommen viermal vor. Die Sonntage fallen auf den 5., 12., 19. und 26. Wer Wochenpläne schreibt, findet hier viel Mitte und wenig Rand; die Wochen liegen dicht an dicht.
Der Dienstag mit dem Gesetz
Der Wahltag liegt gesetzlich auf dem Dienstag nach dem ersten Montag des Novembers. Das Gesetz nennt den Wochentag, nicht das Datum. In diesem Jahr fällt der Termin auf den Dienstag, den 7. November; der erste Montag war unmittelbar der Vortag.
Am selben Dienstag lief in Melbourne der Melbourne Cup, das Zweimeilen-Handicap mit unverrückbarem Termin am ersten Dienstag des Novembers. Das Rennen dauert Minuten; die Präsidentschaftswahl etwas länger. Zwei Kontinente, zwei Vorstellungen von Tempo.
Die Uhren hatte das Land schon am Sonntag, dem 5. November, eine Stunde zurückgestellt; Europa war eine Woche eher am Zug. Der Wahldienstag begann also im Winterlicht.
Wie die Auszählung ausgeht, steht in keinem Kalender; die Fristen schon: Die Wahlleute treten am Dienstag, dem 19. Dezember, zusammen. Bis dahin zählt das Blatt die Tage.
Der Mond in Wochenform
Der Mond hält in diesem Monat Schritt mit den Wochen. Der Vollmond stand am Donnerstag, dem 2. November. Das letzte Viertel folgt am Donnerstag, dem 9.
Der Neumond fällt auf Donnerstag, den 16. November. Das erste Viertel wartet bis Freitag, den 24. Zwischen beiden liegt eine stille Woche. Fast jede Phase fällt auf einen Donnerstag; nur die letzte weicht auf den Freitag aus.
Keine Finsternis und keine Wende; der Himmel zählt nur Wochen mit. Nach dem Neumond wächst das Abendlicht mit dem Mond zurück. Für den Druck bleibt ein Blatt A4; die Wochennummern stehen am Rand.
Der November zählt Stimmen und Wochen, aber nur die Wochen lassen sich vorab zählen. Der Kalender nennt Termine, keine Ergebnisse; das Blatt behält den Rest für sich.